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Die Gründung unseres Ortes geht wohl auf das 7./8. Jahrhundert zurück. Über Zimbern in Horgun, Horgenzimmern, Hargenzimmern, Holgenzimmern entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte der heutige Namen Heiligenzimmern.

Die Tallage in der Niederung des Stunzachtals gab der Siedlung den Namen Zimbern in Horgun. Der bereits im 11. Jahrhundert erwähnte Ort soll seinen eigenen Adel, die Herren von Zimmern oder das hier sesshaft gewesene Rittergeschlecht der Zimmerer, gehabt haben. Diese traten oft im Gefolge der Grafen von Hohenberg, ihrer Lehnsherren, auf. Heiligenzimmern gehörte zur Herrschaft Haigerloch, wurde aber auch wiederholt verpfändet. Heiligenzimmern war auch Sitz der letzten Sprossen vom Grafenhaus Hohenberg weiblicher Linie. Zwei Schwestern von Zimmern, Williberg und Kunigund, gründeten mit einem Grafen von Hohenberg unter Leitung einer Gräfin von Bürg im Jahre 1237 das Kloster Kirchberg.

Das Kloster Bernstein geht ebenfalls auf die Gründung der oben genannten Schwestern zurück. Denn der Wald Bernstein gehörte dem Geschlecht der Herren von Heiligenzimmern, dem auch die beiden Kirchberger Klosterstifterinnen angehörten. Ursprünglich soll Bernstein dem Kloster Kirchberg zehntpflichtig gewesen sein. Von dort ist die Pflicht aber auf unbekannte Weise an die Pfarrei Heiligenzimmern gelangt. Um die Zehntabgabe an die Pfarrei Heiligenzimmern gab es ständig Streitereien. Bis in die Hälfte des 18. Jahrhunderts hinein gehörte das Kloster zur Pfarrei Heiligenzimmern. In der Dorfkirche hatten sie ihren Kirchenstuhl und auf dem Dorffriedhof fanden sie ihre letzte Ruhe.Beide Klosteranlagen laden zu einem reizvollen Spaziergang ein. Umgeben von Wald und Wiesen und einem Hauch geschichtlicher Vergangenheit.

Um das Jahr 1468 gab es in Heiligenzimmern eine Dominikanerinnenklause. 1554 brannte dieses ehemalige Kloster ab, die Klauserinnen zogen nach Gruol. Die Grundmauern sind heute noch teilweise erhalten.

Die Klostermühle in Heiligenzimmern gehörte von 1350 bis 1806 dem Kloster Kirchberg und wurde 1828 versteigert. Seither wird die Klostermühle sowie das Sägewerk in Privatbesitz betrieben. Der ehemalige Kirchberger Fronhof steht heute noch in "d´r Heef", die Gründung des Fronhofes geht bis in die Karolinger Zeit (um 700/800) zurück.

Die Pfarrkirche ist dem Heiligen Patricius geweiht. Sie wurde von 1847 bis 1850 im neugothischen Stil erbaut. Die Vorgängerkirche wurde 1040 geweiht,  1852 exekriert und abgebrochen.

Das heutige Schul- und Rathaus aus Sandsteinquadern wurde 1866 neben dem Gasthaus "Ochsen" erstellt.

Die selbständige Gemeinde Heiligenzimmern wurde 1975 in die Stadt Rosenfeld eingemeindet.

 

Einen interessanten Artikel zu den aktuellen Diskussionen zur Renaturierung der Weiherbachverdolung hat Artur Huber im Nachrichtenblatt der Gemeinde Heiligenzimmern aus dem Jahr 1970 ausfindig gemacht. Der Heiligenzimmerner Maximilian Schaitel hat sich darin mit der Entstehung der Namen "Danbach" und "Weiherbach" befasst und berichtet über einen Weiher des Kloster Kirchbergs beim Friedhof. Nachstehend der Link zum Download als pdf.

http://www.rosenfeld-heiligenzimmern.de/images/stories/pdf2010/historie_weiher.pdf

Aktuelles: Der Ortschaftsrat hat in seiner Sitzung am 15.07.2010 einstimmig die komplette Offenlegung und Renaturierung der Danbach-Verdolung von der Stunzach bis zum Wall beim Friedhof als Empfehlung an den Gemeinderat beschlossen. Ein Bericht über die Sitzung und Informationen über das Projekt finden Sie hier.