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Heiligenzimmern ist für sich genommen aufgrund seiner einzigartigen Lage schon sehenswert. Aber auch beim näheren Hinsehen kann man im Ort mehrere Sehenswürdigkeiten entdecken.

Sehenswertes Heiligenzimmern

St. Wendelinuskapelle

Im Volksmund "s'Käpelle" genannt, liegt die Wendelinuskapelle idyllisch an der Stunzach. Die Kapelle wurde 1626 geweiht, allerdings deutet die Zahl 1508 auf dem Torbogen darauf hin, dass bereits eine frühere Kapelle bestanden hat. Möglicherweise wurde die Kapelle zum Schutz vor Viehseuchen mit dem Namen des Schutzpatrons der Hirten und Bauern, Wendelinus, geweiht.

s'Käpelle

In der Kapelle ist eine Skulptur der Gottesmutter Maria, zu deren Ehren die Kapelle geweiht wurde. Die Kapelle ist heute im Eigentum der Gemeinde. Für Besichtigungen des Innenraumes können Besucher den Schlüssel beim angrenzenden Wohnhaus am Rainweg abholen.

 

St. Patriciuskirche

Mitten im Dorf wurde 1847 der Grundstein für die im neugotischen Baustil erbaute und 1850 fertiggestellte Pfarrkirche St. Patricius gelegt. Der Grund für die Namensgebung nach dem heiligen Patricius, dem "Apostel Irlands" als Kirchenpatron, ist leider nicht mehr feststellbar, wie dies auch an vielen anderen Orten der Fall ist. Nachgewiesen ist, dass der heilige Patricius schon in der alten, im Jahr 1040 geweihten Kirche, zu den Kirchen-Patronen gehörte. Die Kirche wurde in den Jahren 1923/24 von Kunstmaler August Pfister in Gruol neu ausgemalt. Die Bilder am Chorbogen zum Kirchenschiff wurden im Zuge der Kircheninnenrenovation im Jahre 1964/65 in heller Tönung bestrichen, so dass die frühere Ausmalung leider nicht mehr sichtbar ist. Erhalten ist noch der Sternenhimmel im vorderen Chorraum sowie der sehr schöne Hochaltar und herrliche, erst vor kurzem sanierte Fenster.

Hochaltar und Fenster im Chor

 

Klostermühle

Urkundlich erstmals erwähnt wird die Klostermühle in "Horgenzimmern" 1340. Die Klostermühle gehörte von 1350 bis 1806 dem Kloster Kirchberg. Danach wurde die Mahl- und Sägemühle dem württembergischen Kameralamt Horb unterstellt und erstmals verpachtet, zunächst 1806 an Ochsenwirt Friedrich Schellhammer und 1815 an Friedrich Mayer. Matthias Gutekunst ersteigerte für 5625 Gulden 1828 die Klostermühle. Heute ist das Sägewerk in Besitz der Familie Eberhard Lohrmann, die Mühle selber mit einem modernen Mühle-Laden in Besitz der Familien Gottfried und Wilhelm Lohrmann.

 

Fronhof in der Höf

Der ehemalige Kirchberger Fronhof steht heute noch in "d´r Heef" (die Höfe, Verweis auf dortige Bauernhäuser). Neu saniert zeigt sich heute in der Höfstraße ein prächtiges Bauwerk, das als Wohngebäude genutzt wird. Eine erstmalige urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1273, wobei die Gründung unseres Fronhofes auf die Karolinger Zeit (um 700/800) zurückgeht.

 

Schul- und Rathaus

1866 beschlossen Gemeinderat und Bürgerausschuss den Bau eines neuen Schul- und Rathauses mit Arrestzelle. Nach langem Hin und Her wurde endlich der gemeindeeigene Platz in der Dorfmitte neben dem Gasthaus "Ochsen", auf dem die Gemeindescheuer stand, als Platz für den Neubau bestimmt. Die Gemeindescheuer wurde abgebrochen und das heutige Schul- und Rathaus erstellt. Das markante Gebäude wurde komplett mit Sandsteinquadern aus den umliegenden heimischen Steinbrüchen erstellt. Die Steinbrüche rund um Heiligenzimmern werden heute nicht mehr genutzt und bleiben der Natur überlassen.

Schul-    und Rathaus

 

 

 

 

 

 

 

 


Das Gebäude wird im Erdgeschoss von der Ortschaftsverwaltung genutzt. Im ersten, zweiten und im Dachgeschoss sind die Räumlichkeiten der Grundschule Heiligenzimmern/Isingen untergebracht.

Der angrenzende Dorfplatz ist Schauplatz vieler örtlicher Veranstaltungen das ganze Jahr über.

 

Backhaus

Jeden Samstagmorgen werden im Backhaus in Heiligenzimmern Öfen "eingeschossen" und Brot gebacken. Nicht nur aufgrund des köstlichen Brotduftes nach dem Backen wird man den heimischen Bäckersfrauen recht geben, dass die selbst gebackenen Brote und Beete besser schmecken, als alle anderen, "gekauften" Brote.

Backhaus

 

Jäkle´s Grab

Eine Art Geheimtip für ortskundige Wanderer ist das Jäkle-Grab. Ein Grabmal im Wald nahe der Gemarkungsgrenze zwischen den Ortschaften Bergfelden und Heiligenzimmern. Das beliebte Wanderziel ist auf dem Fußweg von Heiligenzimmern her erreichbar über den Weiherweg, am Friedhof und anschließend Schuppengebiet vorbei und weiter auf einem ausgeschilderten Feld- und Waldweg. Ein weiterer Weg beginnt am Wanderparkplatz bei Bergfelden. Die geheimnisumwitterte Sage vom Jäkle wird hier nicht verraten, sie kann am Grab in einem Büchlein nachgelesen werden.

 

Kaiserlinde

Die Kaiserlinde ist der einzige Punkt in Heiligenzimmern mit Blick auf die Burg Hohenzollern. Die Kaiserlinde wurde 1913 anläßlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Wilhelm II gepflanzt. Nachdem der Platz um die Kaiserlinde mit der Zeit verwilderte, findet man heute dank ehrenamtlichen Engagements einiger Rentner einen schön hergerichteten Platz mit Ruhebank und herrlicher Aussicht vor.

 

Feld- und Wegkreuze

In Heiligenzimmern findet man drei alte Sandstein-Kreuze vor. Die Wegkreuze gelten als Segenszeichen für Dorf und Flur. Die Feldkreuze stehen am Ortseingang von Gruol kommend in der Höfstraße, im Kugelwasen am Ortsrand in Richtung "Schutzhütte" und direkt an der Stunzach südöstlich des Gewerbegebietes Seewiesen.

Feldkreuz an der L390 Richtung Gruol